80er

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Uplifting british postpunk pop of the 80's - and the road to funk/disco

Bluebells - Young at Heart
Pale Fountains - Thank you (Longshot for Your Love (June 1998) Marina, only available authentic nonlive Youtube video in Germany) and the official video (much better version, use a proxy)
The Associates - Waiting for the Loveboat
Aztec Camera - Still on Fire
Lotus Eaters - The first Picture of You
China Crisis - Bigger the Punch I'm feeling
Kane Gang - The Closest Thing to Heaven
Orange Juice - I can't help myself
The bridge to Black British Funk of the 80's:
Mercy Mercy - What are we gonna do about it
I-Level - Give me

aaaand the US benchmark from the 70's:
Curtis Mayfield - Move on up
In the 80's:
Odyssey - Inside out is
slipping into disco: Native New Yorker

Donnerstag, 13. September 2012

Nachtrag zu Profil

Die Krupps darf man in diesem Zusammenhang (äh, Profil) nicht vergessen. Aber eben rammsteinig.
Rechte Ecke Feeling. Damals gut, weil da gings nur um den Beat, Text bescheuert. Heute im Rückblick natürlich insgesamt Scheiße. Trotzdem hier nochmal ein Ausschnitt.

Zu Unrecht vergessen: Profil "Berühren".

Wie Kid P. sagte: Nicht wegen des Textes ("...und der Melodie"? Hier verlässt mich meine Erinnerung), nur wegen der Stimmung. Das war aber eine Rezension von "Old". Dexys Midnight Runners.
Ich möchte hinzufügen: Auch der Titel ist Scheiße.

So ein vollelektronischer Beat war 1981 aber -jenseits von Kraftwerk- noch eine seltene Sache. Aus England kam das. Im deutschsprachigen Raum war das ganz neu. Und dann ging man zur Party und legte das auf und dann gings aber sowas von ab. Auf Youtube.

Dienstag, 10. Juli 2012

Kevin Rowland

Sehr wenig kann man über Kevin Rowland erfahren bei Wikipedia. Noch nicht mal aktualisiert ist der Eintrag, obwohl jetzt die tolle neue CD von Dexys draußen ist. Nach 27 (!) Jahren.
Er ist mir letztes Wochenende über den Weg gelaufen, im Londoner East End. Da war er plötzlich und ich viel zu geschockt und zu feige, ihm zu sagen, dass ich seit einer Woche seine neue Platte rauf und runter höre wie ein Zwanzigjähriger. 58 Jahre isser jetzt. Aber er hat Stil und vor allem presst er seine Seele aus auf dem neuen, großartigen Album.
Nach 4 Minuten des ersten Stücks ist es soweit. Kevin Rowland jodelt/jubelt sich in bekannte Höhen und die Geigen jubeln auch.
Das Highlight ist zuerst "I am always going to love you", wo er zu erstklassig abgekupfertem Tschakatschaka Discorhythmusgitarrensprenkseln á la Real Thing eine Liebeserklärung an eine Frau rübersoult, bis er auf einmal innehält und zugibt - "to be completely honest" - dass er sich doch umentscheidet und es beenden will.
Und dann "Free". Den Text kann man herausschreien, die Geigen auch nachsingen mit Bap-Bap-Ba-Bap-Ba-ba-ba-ba-ba-Bap-Bap-Bap-ba-Bap. Und dann ist nur noch Freude.
Kaufen.

Dienstag, 6. März 2007

Die Zuckermänner - Blunck und Diederichsen sind zurück als Die Zimmermänner

Bevor die Ankündigung von Andreas Borcholte wahr wird und der Spiegel eine GROSSE Geschichte über die Zimmermänner veröffentlicht, muss ich vorlegen. Schließlich weiß ich nicht, ob die danach schreiben, was ich doch schreiben wollte und überhaupt ist es schöner, Erster zu sein!
Detlef Diederichsen und Timo Blunck veröffentlichen nach 23 Jahren wieder ein Album als Die Zimmermänner. Es heisst Fortpflanzungssupermarkt und ist ein atemberaubendes Meisterwerk. Dazu muss man wissen, dass die Zimmermänner den deutschen Pop erfunden haben, jedenfalls den der Nachpunkära. So um 1980.
Das war eine Zeit, wo es völlig VÖLLIG V Ö L L I G unmöglich wahr, im Deutsche- Interpreten-Regal etwas anderes zu finden als entweder Flieg nicht zu hoch mein kleiner Freund oder Was wollen wir trinken, 7 Tage lang oder Nackt im Wind oder Wir wollen Sonne statt Reagan. Und jetzt bitte nicht nachgucken, ob die eine oder andere Single doch erst 1985 oder schon 1978 erschienen ist. Darum gehts nicht. Es geht darum, dass ein Song wie Erwin das tanzende Messer 1982 eine einzigartige Unglaublichkeit war, weil er so funkig, tanzbar und federleicht daherkam, mit einem Text, der zwischen Dada und Derrida grinsend dahergesungen kam. Anti-Bots und Anti-Nicole aber auch Anti-Mittagspause. Und ob im hinteren Drittel von Erwin tatsächlich Andreas Dorau in den Song reingenuschelt hat oder nicht, das war wochenlang Cliquengespräch. Herr Borcholte, würden Sie das den zuständigen Redakteur beim Interview mal fragen lassen? Die Sache ist immer noch ungeklärt und ich hab seit 25 Jahren eine Wette über 50 DM laufen.
Nun also nach 23 Jahren wieder etwas Neues von den beiden und nicht nur von ihnen, sondern auch von vielen alten Bekannten (darüber wird der Spiegel ausführlich schreiben) und auch von den Jungzimmermännern, den eigenen Söhnen nämlich, die im hidden Träck(chen) nett summen und pfeifen´und schon mal proben für die Stabübernahme in fünfzehn Jahren.
Aber erstmal legen die Originale als Nestoren der Neuen Deutschen Popwelle die Latte mit diesem Album sehr sehr hoch für all die (samt und sonders bräsigen, untermittelmäßigen) Epigonen (welche das sind, darüber wird der Spiegel auch ausführlich schreiben). Die müssen sich zutiefst beschämt fühlen beim Anhören dieses lässigen, abgeklärten Handstreichs nach so langer Zeit. So frisch und funkig, so poppig und witzig, so abgeklärt und weise wie das klingt, das ist einfach vollkommen konkurrenzlos. Für Eingeweihte ist das Ganze gespickt mit tausend kleinen musikalischen Popzitaten, von Der-Plan-haften Elektrofiepschnipseln bis zum von Heaven17 geklauten langgezogenem Hummmmmmm im "Zuckermann", meinem Lieblingsstück neben "März/November". Die beiden Lieder dienen außerdem als Lehrstücke darüber, welche Bestandteile Popmusik zu haben hat: Harmoniegesang und schöne Melodien. Die Dutzenden von Deutschpopmusikern, die aus Schiß davor, schlagerhaft zu klingen, die Melodien abwürgen und SprechSchreien statt Singen tun das deshalb, weil sie 23 Jahre lang zu doof waren, den Unterschied zwischen Schlager und Pop zu kapieren. Jetzt haben sie vermutlich wieder 23 Jahre Zeit zu üben und es wird dann doch notwendig sein, dass Die Zimmermänner, 2. Generation, ihnen das Maul stopft. Und die Väter, die Altzimmermänner, werden dazu auf der Platte als leise wippende, schnippsende und hummmsummende Backgroundsänger zu hören sein. Wart ich drauf, Mensch.

Samstag, 2. Dezember 2006

Zum Allerallerletzten mal was über die 80er.

Als junger Student erschien mir das Grübeln über das andere Geschlecht und das eigene, gar nicht störungsfreie Verhältnis dazu wegen der großen Nähe zum eigenen Leben weitaus reizvoller als Volkswirtschaft. Homo oeconomicus. Son Schwachsinn, als Prämisse für alle Standard-Theorien den vollkommen rationalen Akteur in einem ausschließlich gewinnmaximierenden System anzunehmen. Man nehme einen vollkommenden Markt und das allwissende, gewinnmaximierende Wirtschaftssubjekt, füge dann Zug um Zug Störeinflüsse hinzu und untersuche die Reaktionen des Marktes und der darin handelnden Akteure, allesamt wie ferngesteuert darauf ausgerichtet, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Hirnrissig.
In den 80ern war das. Das war nach Punk und vor der Spaßgesellschaft. Was bleibt einem da schon übrig? Also wurden wir zu Zynikern, mit Ironie als Waffe im Handgepäck. Harald Schmidt haben wir locker vorweggenommen. Aber natürlich haben wir ihn dann, 1988, als er bei MAZ ab! anfing, sofort geliebt.
Wir haben die Antiatomkraftdemonstranten ausgelacht und die Popper auch. NICH irgendwo dazuzugehören - vollkommene Individualität- war das erklärte Endziel. Ironie das wirksamste Mittel. Abgrenzung nach allen Seiten. Weil man aber nicht gar nichts gut finden kann, hörten wir britischen Zitatpop, der niemals weit oben in den deutschen Charts landete. Von Arbeiterkindern, die den Glamour für sich beanspruchten. Pop-Dandies wie Paul Weller, ABC, Haircut One Hundred. Kleine Songtextschnipsel schrieben wir über jeden Liebes-Brief.
Die literarische Unterfütterung erhielten wir durch Zeitschriften wie SOUNDS, THE FACE und der ebenfalls englischen SMASH HITS (das die "Lyrics" lieferte, unentbehrlich in der Vorgoogle-Ära).
In SOUNDS hat Kid P. geschrieben, der erste Popliterat, der eigentlich Andreas Banaski hieß. Wenn er von einem Konzert berichtete, schrieb er gar nix über die Band und die Lieder, sondern nur über die Frau, die er da entdeckte und angeschmachtet hat, die vergeblichen Annäherungsversuche und die Frustration darob. Und dann wieder reflektierte er darüber, ob Andreas Dorau keine Orangen schälen konnte oder doch. Liebe und Sex waren jedenfalls am unverdächtigsten von allen Lebensdingen. Deshalb stürzten wir uns drauf. Mit großer Pose, immer mit Tagebuch bewaffnet, triefend selbstmitleidig aber mit ironisch selbstreflexiver Brechung. Natürlich. Könnte ja mal jemand zufällig oder absichtlich lesen, daran musste man denken. Haltung ist alles!
Ich hab GAR keine Klassiker gelesen damals. Das war zu ernst, zu ironiefrei, zu weit weg.
Wir lasen die Neue Frankfurter Schule. Und ab 1985 alles von Joseph von Westphalen, der war polemisch, ätzend und zum Totlachen. Und dann "100 Zeilen Hass", die Kolumne von Maxim Biller. Wir waren zu 50% so, wie es dann Christian Kracht viel später in Faserland beschrieben hat. Aber wir hatten weniger Geld und waren weniger verzweifelt.

Sonntag, 29. Mai 2005

Andreas Dorau und Space Kelly: Ich bin der eine von uns beiden

doraumai81

Andreas Dorau 1981


dorau_2005

und 2005.

Die neue Platte ist da: www.andreasdorau.com











Hier ein Singlecover aus meinem Besitz:
weltschlecht

Deshalb erwähnenswert, weil derselbe Künstler (Moritz Rrr) auch das schönste Plattencover der Welt gemacht hat:
meaning of


Auch schön und in derselben Tradition aber deutlich jünger an Jahren: Ken Steen alias
Space Kelly aus Berlin.

spacekelly1

Warum "Die schönsten Mädchen gibt es in Amsterdam" nicht DER Sommerhit von 1999 oder wenigstens 2000 geworden ist, ist mir immer noch ganz unbegreiflich. Und dass er HSV-Fan ist, kann ich ihm verzeihen.

Sonntag, 8. Mai 2005

Fundsache

Ich habe wirklich keine Ahnung mehr, was der Cassettentitel mir bzw. irgendjemand anderem sagen wollte. Aber ansonsten ist das hier doch mal wirklich eine Diedrich-Diederichsen-reife Zusammenstellung:

dsc01277

Aber dann so oberarrogant "4th Single" bei Depeche Mode hingeschrieben, statt des wirklichen Titels. Wahrscheinlich hab ich da irgendeine obskure, auf Spanplatte gepresste allerallererste Scheibe mit dazugerechnet und dann alle abgekanzelt, die mir mit "hey aber die 4. Single von denen ist doch ne ganz andere!" einen Fehler nachweisen wollten.
Muss ich 1984 oder spätestens 1985 gemacht haben.
Jungejunge.

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